Flächenbau:

Bevor ich mit dem Flächenbau anfangen konnte, mußten die Flächenbeschläge konstruiert und hergestellt werden. Da hierfür als Material nur Edelstahl in Frage kam, ließ ich sie nach meinen Daten laserschneiden. Bedenken bezüglich der Übereinstimmung mit meinen Frästeilen verpufften als ich die Teile in den Händen hielt – ich war begeistert. Alles passte perfekt
Probeweise setzte ich die Holmaufnahme für den Wurzelbereich zusammen. Jetzt fehlen nur noch die 3-lagigen Holme um Alles zu einer Einheit zu verschrauben bzw. -leimen.
Bei einer Spannweite von 6,33m war klar, daß ich die Flächen teilen musste. Die Frage war nur wo, im Außentrapez oder im Holmknick?
Ich entschied mich für eine Trennung im letzten Flächendrittel, zwischen den geteilten Querrudern. Dies hatte zwar einen etwas höheren Bauaufwand wegen des geknickten Baubrettes zur Folge, aber dafür mußte ich keinen aufwendigen Knickverbinder herstellen und konnte den Holm am Knick biegen statt schäften. Dafür baute ich mir eine Holmhelling, in der ich die Holme zusammen mit den Wurzel- und Knickverstärkungen verleimen konnte.
Nachdem beide Holme verleimt waren, mußten nun die Edelstahlbeschläge an Holm und Rumpfspant angepasst und endgültig verschraubt werden. Zusätzlich wurden sie noch mit UHU Endfest 300 verharzt.
Jetzt waren die Holme für den Flächenbau vorbereitet. Auf einem abgewinkelten Baubrett werden jetzt die Flächen bis zur Trennstelle aufgebaut.
Die benötigten Rippen und Verkastungen wurden zunächst durchnummeriert und auf dem Baubrett bereit gelegt. Das gab einen ersten Überblick und eine Kontrolle über die Vollständigkeit der Teile.
Nachdem der Holm vor seitlichem Verrutschen gesichert wurde, konnten die ersten Rippen eingebaut werden. Die genau auf Maß gefrästen Verkastungen aus 2mm Sperrholz ermöglichen einen sehr zügigen Aufbau.
Schade das es nicht immer so schnell voran geht. Hier müssen an den verstärkten Bereichen noch die geteilten Rippen aufgeleimt werden.
Hier wurden bereits die geteilten Rippen im Wurzelbereich auf den Holm geleimt. Zum genauen Einhalten der Abstände verwende ich gefräste Pappelsperrholz-Brettchen. Die Wurzelrippe wird durch einen eigens dafür gebauten Anschlag rechtwinklig zur Modell-Querachse gehalten.
Ebenso wurde mit den geteilten Rippen im Knickbereich verfahren. Hier soll nachher kein “scharfer Knick” entstehen, sondern eine harmonische, weiche Abwinkelung der Fläche, was ja durch den gebogenen Holm schon vorgegeben ist.
Nun war es an der Zeit den Nasenholm einzupassen. Auch er wird im Knickbereich gebogen und nicht geschäftet. An die Hinterkante dieses Holmes, zwischen die Rippenfelder werden die Hilfsholme aus 5mm Balsa geleimt, auf denen die Sperrholzbeplankung endet.
Die beiden Innenflächen sind bis auf Schleifarbeiten, Klappeneinbau und Beplankung fertig. Ich konnte es natürlich nicht lassen sie mit dem Hauptspant aufzubauen und zu fotografieren. Jetzt können die Außenflächen gebaut werden. Dieses mal werde ich den Flieger ganz zum Schluß beplanken, um noch ein paar schöne Fotos vom unbeplankten Gesamtrohbau machenzu können.
Nun konnte es mit den ca. 1,2m langen Außenflächen weitergehen.Im Vergleich zu den Innenteilen ein echtes Kinderspiel.
Wenn ich mir durch eine verkehrt herum eingebaute Flächensteckungsaufnahme nicht selber ein Bein gestellt hätte, wäre ich schon deutlich weiter. Der zweite, leichte Flügelknick sah wirklich nicht schön aus ;-) und ich mußte den Holm unter Gewaltanwendung wieder öffnen und die Steckungsaufnahme um 90° gedreht wieder einbauen. Jetzt weis ich welche Klebkraft Weissleim wirklich hat.
Sechsmeterdreißig sind nicht mehr ganz so handlich, vor allem in geschlossenen Räumen. Um die Flächen fertigstellen zu können muß nun noch reichlich geschliffen werden. Trotzdem lege ich sie erst mal zur Seite und widme mich dem HLW und dem Rumpf.
Rumpf und Leitwerke
Der Aufbau des HLW ist ähnlich dem der Flächen. Rippen auf Füßchen und bereits vorgefräßte Hohlkehle beschleunigen den Baufortschritt erheblich. Das Ruder wird mittig von einem Servo angesteuert welches in das HLW eingebaut wird.
Gefräste Endleisten aus 1mm Flugzeugsperrholz mit angeformten Verstärkungsdreiecken sind ebenfalls eine enorme Arbeitserleichterung. Hier werden noch die Aufleimer auf die offenen Rippen geleimt.
Wie beim Original bekommt auch mein Reiher ein Trimmruder, allerdings ohne Funktion. Solch eine Enleistenkonstruktion ist konventionell gebaut, eine sehr zeitraubende Angelegenheit. An dem Frästeil müssen vor dem Aufleimen nur die Verbindungsstellen geschäftet werden. Passgenauigkeit ist garantiert.
Das HLW muß nun noch verschliffen und beplankt werden . Beplanken kann ich es aber erst wenn ich es dem Rumpf angepasst habe. Deshalb geht´s erst mal mit dem weiter.Bevor ich die Spanten aufstellen kann, müssen an dem Holmbrückenspant die Kräfte um den Holm geleitet werden. Dafür werden beideitig Brücken aufgeleimt, die die geteilten Anschlußrippen aufnehmen.
Anpassungsarbeiten mit angesteckten Flächen mache ich auch bevor ich diesen Spant in den Rumpf einbaue. In die Zapfen greifen später die Flächenanschlußrippen.Unten: Die zusammengesteckten Baugruppen der vorderen und hinteren Anschlußrippen müssen bei montierten Flächen zwischen die Wurzelrippen passen, 
Der Rumpfbau findet wieder “upside down” statt. Hier sind die vorderen Spanten schon mit den Rumpfverstärkungen im Kufenbereich, dem Cockpitboden und den Anschlußrippen zusammengebaut. Alle Bauteile sind miteinander verzapft und verzahnt und haben schon ohne Klebstoffe eine beachtliche Stabilität.

Zeit sich um die Akkus zu kümmern. Die lassen sich beim Reiher gut unter dem “Amaturenbrett” verstecken. Meine Akkubox bietet Platz für zwei 5-zellige Akkus.

 

Auch die Akkubox ist mit den benachbarten Bauteilen verzapft. Die Kabel verlaufen, wie in meiner Ka6, wieder im Cockpitunterboden nach hinten.Unten: DAS MACHT SPASS! Es passt alles wunderbar und der Strack verläuft sauber – halt wie auf dem Rechner.
Die Rumpfnase habe ich virtuell in Scheiben geschnitten, gefräst und zusammengeleimt. Etwas Schleifarbeit bleibt trotzdem noch. 
Innen ist Platz für die Schleppkupplung und Trimmblei. Da der Reiher später lackiert wird, habe ich die Nase aus 4mm Pappelsperrholz gebaut, das läßt sich gut schleifen.

Nun konnte die Rumpfunterseite beplankt werden.
Das ist mal wieder eine Arbeit bei der die Fortschritte gut erkennbar sind.
Von der Helling befreit konnte ich es natürlich nicht lassen alle fertigen Teile zusammen zu bauen. Ich diene bei dem Foto mal als Größenvergleich ;-)
Jetzt wird noch das Leitwerk und der Haubenrahmen gebaut und dann wird das amtliche Rohbaufoto geschossen.

Viele Kleinigkeiten, die richtig Zeit kosten sind noch zu machen bis ich “rohbaufertig” bin. Das Seitenruder baue ich so auf, daß es sich leicht abnehmen läßt. Bei der Länge des Rumpfes sicherlich sinnvoll.

 

Die Kufe ist 3-lagig aus Eschenleisten aufgebaut und mit einem Gartenschlauch gedämpft. Beim Original werden dafür Tennisbälle benutzt. In 1:3 waren die leider nicht zu bekommen ;-)

 

Der Haubenrahmen ist ein Sandwich-Teil aus 2mm-Balsaleisten und 1mm-Sperrholzteilen. Auf dem Rumpf zusammenlaminiert behält es seine Form und dient nun als Grundlage für die Kabinenhaube. 
Da ich wie beim Original einzelne Scheiben verwende, muß erst mal die Haube gestrackt und aus diversen Einzelteilen aufgebaut werden. Eine Arbeit die richtig Spaß macht. 
Fertig.
 
Endlich kann das AMTLICHE Rohbaufoto gemacht werden- zur Feier des Tages in Farbe :-)