Baubeginn…

…ENDLICH!

Nach Monaten der Konstruktionsarbeit am Rechner – die mir zweifellos auch Spaß macht – war es doch wieder eine Freude die ersten Teile aus der Fräse entnehmen zu können. Wie immer starte ich die Bauphase mit dem Bau der Flügelholme. Dazu mussten zunächst die für den Knickflügel-Holm notwendigen Hellingteile und Füllstücke hergestellt werden. Auf einer Proxxon-Kreissäge wurden die 5x18mm Holmlagen geschnitten und zum Teil zusammengeschäftet.

Im Holmplan habe ich alle Maße für Gurtlängen, Lagensprünge von 4- auf 1-lagig und die genauen Positionen der Hellingteile angegeben. Auch die einzelnen Holmgurte habe ich nach Länge und Maserungsverlauf zusammengestellt.

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Die aus 3 Lagen bestehenden Holm-Füllstücke aus Birkensperrholz werden mit Zahnstochern zentriert, miteinander verleimt und verschliffen. Die Ausschnitte müssen später genau auf die Hellingteile passen.

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Alle bereits zusammengeleimte Füllstücke für Wurzel, Knick und Außenflügel, darunter die Holmhellingteile, die lt. Holmplan auf einem Baubrett fixiert werden.

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Nachdem die inneren drei Holmlagen über Nacht bei hohem Druck auf der Helling aushärten konnten, wurden als letzter Arbeitsschritt die beiden äüßeren, 3,2m langen Leisten aufgeleimt.

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Nach einer weiteren mehrstündigen Trocknungszeit wurde es dann zum ersten Mal spannend – der Holm wurde entformt. Der Plan ging auf. Nichts klebte an der mit Tape beklebten Helling und der Holm ließ sich problemlos von der Helling nehmen.

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Nach dem groben kürzen der überstehenden Holmenden wurde der Holm beidseitig mit einem Hobel geglättet. Da alle Füllstücke und Leisten etwas über Maß waren, blieb genug Fleisch um den Holm auf ein Maß von 18mm (+/- 0,2mm) Breite zu bringen.

Den letzten Feinschliff machte ich mit dem Bandschleifer und einem Schleifklotz, mit dem ich alle Kanten leicht abrundete.

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Der Bau eines „Knickflüglers“ erfordert immer einen speziellen Bautisch. Die Rhönsperber Flügel baue ich „upside-down“ auf, da die Oberlinien des Flügels gerade verlaufen, allerdings mit einem Knick von ca. 10°.

 

Für den eigentlichen, 3 Meter langen Bautisch habe ich mir im Baumarkt Teile aus 16mm MDF zuschneiden lassen. In ca. einer Stunde wurde daraus ein 20cm breiter, sehr steifer Kasten gebaut, der sowohl für die Flügel, als auch für den Rumpf als Bautisch dienen wird. Kostenpunkt ca. 20

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Aus 6mm Birkensperrholz fräste ich für den Flügelbau die Teile für den Winkeltisch, der auf dem Bautisch ausgerichtet und verschraubt wurde. Die drei Öffnungen sind für Klammern bzw. Zwingen vorgesehen, mit denen der Flügel während des Bauens fixiert werden kann.

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Bevor die ersten Rippen verbaut werden können, müssen die Flügelbeschläge auf die Holme montiert werden. Für die exakte Ausrichtung ist es nötig auch schon den zentralen Spant, an dem die Flügel mit dem Rumpf verbunden sind, vorzubereiten.

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Die Holmstummel werden entsprechend der Verkastungskontour so angepasst, dass sie formschlüssig in den Spant passen

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Mit selbstsichernden Kugelsperrbolzen – die haben sich bereits bestens beim Condor und Reiher bewährt – werden die Flügel am Zentralspant befestigt. Dabei überlappen sich die unteren Beschlagzungen und werden zusammen mit einem Bolzen gesichert.

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Mit Schrauben und UHU Endfest 300 wurden die Spantbeschläge nun endgültig mit dem Spant verbaut. Als Nächstes werden die Flügelbeschläge auf die Holme geschraubt.

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Der auf dem Bohrtisch genau in 90° ausgerichtete Holm wird mit dem verbolzten Spant durchbohrt. So ist eine genaue Ausrichtung gewährleistet. Die Flügelbeschläge dienen bei diesem Arbeitsgang als Bohrschablone. Mit M3 Schrauben werden die Teile fixiert.

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Alle Teile sind nun gebohrt und die Klebebereiche angezeichnet. Die Edelstahlbeschläge werden auf der Klebeseite entfettet und angeraut.

Der nächste Arbeitsgang will gut vorbereitet sein. M3x30 Schrauben, Muttern, Leim, UHU Endfest 300 und ein Akkuschrauber liegen bereit. DIe Holzteile werden verleimt, die Beschläge mit UHU Endfest aufgeklebt und mit Edelstahl Schrauben verschraubt. Das Ergebnis ist im obersten Bild zu sehen.

Bei dem gegenüberliegenden Holm läuft alles im Prinzip genau so ab, bis auf den Unterschied, dass die unteren Beschlagzungen auf beiden Seiten 2mm weiter auseinander stehen. Nun steht dem Flügelbau nicht mehr im Wege…

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Beginnend mit der ersten durchgehenden Rippe nach der Beschlagverkastung werden nun abwechselnd Verkastungen und Rippen mit Weissleim verbaut.

Die Zwingen lassen sich dabei so ansetzten, dass sie den Einbau der nächsten Rippe nicht behindern. So lassen sich die Rippen zügig einbauen.

Bevor die Rippen für den Außenflügel verbaut werden, muss der Holm plan auf dem Bautisch fixiert werden.

 Im letzten Drittel der Spannweite ist die Verkastung aus 2mm Balsaholz (hart) hergestellt.

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Die Wurzelrippe wird, mit Zahnstochern zentriert, aus zwei Lagen 3mm Flugzeugsperrholz zusammengeleimt. Alle anderen geteilten Rippen für den Beschlagbereich sind aus 3mm Flugzeugsperrholz hergestellt.

Für die inneren Flugzeugsperrholzrippen verwende ich UHU Endfest zum verkleben.

 

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Die Frästeile für den Randbogen geben die genaue Form vor.

Die überstehenden Holme wurden bündig an der letzten durchgehenden Rippe abgesägt und das Randbogenbauteil angeleimt.

Für die spätere Beplankung wird der Holm mit Balsaleisten auf dem Randbogenteil fortgesetzt und dem Verlauf angepasst.

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Bevor ich die Querruder-Hilfsholme einleimen konnte mussten erst die beiden Servoplattformen vorbereitet und eingebaut werden.

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Die Nasenleiste wurde durchgehend eingeklebt und am Flügelknick gebogen, mit 5mm Balsaleisten aufgedoppelt und verschliffen.

Die Diagonalverstrebung im Wurzelbereich wurde ebenfalls mit Stegen und Kiefernleisten gebaut. Da diese nicht rechtwinklig verlaufen, mussten die schrägen Kanten entsprechend angepasst werden.

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Querruder